
Großartige Nachricht für unsere Gemeinde: Der Deutsche Musikrat (DMR) und der Bundesmusikverband Chor & Orchester (BMCO) haben Reichenwalde als „Landmusikort des Jahres 2026“ ausgezeichnet – mit dem 2. Bundespreis.
Insgesamt hat die Jury 13 Kommunen im ländlichen Raum geehrt: Neben zehn Förderpreisen wurden drei Bundespreise vergeben – an die Stadt Ehrenfriedersdorf (Sachsen), die Gemeinde Reichenwalde (Brandenburg) und die Stadt Hirschau (Bayern). Bewerben konnten sich nur Orte mit höchstens 12.000 Einwohnerinnen und Einwohnern, die nach dem Thünen-Institut als „eher ländlich“ oder „sehr ländlich“ gelten.
Warum Reichenwalde?
Reichenwalde überzeugte die Jury mit einem vielfältigen, inklusiven und gemeinsam gestalteten Angebot an Musik und Kultur:
- Die Violinistin der Berliner Staatsoper, Henny-Maria Rathmann, hat nach ihrer Rückkehr in die Heimat die Kulturscheune am Berge ins Leben gerufen, in der regelmäßig öffentliche Veranstaltungen stattfinden (gefördert über LEADER).
- Der Kinder- und Kirchenchor der evangelischen Kirchengemeinde, der Posaunenchor, der Förderkreis Kunst und Kultur unterm Kirchendach sowie der Heimat- und Kulturverein sorgen für ein lebendiges und geselliges Miteinander.
- In den Wohnstätten der Hoffnungstaler Stiftung Lobetal finden jedes Jahr Konzerte für und mit den Bewohnerinnen und Bewohnern statt.
Was das Preisgeld bewirken soll
Der 2. Bundespreis ist mit 10.000 Euro dotiert. Das Geld soll in weitere Projekte der Amateurmusik oder in die Zusammenarbeit von Profi- und Amateurmusik vor Ort fließen und neue Initiativen anstoßen, die das Musikleben in der Gemeinde stärken. Außerdem erhält Reichenwalde das Gütesiegel „Landmusikort des Jahres“ als Plakette.
Das Förderprogramm Landmusikort wird im Rahmen des Amateurmusikfonds des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien umgesetzt und würdigt herausragende, innovative Musikprojekte und ehrenamtliches Engagement in ländlichen Regionen.
„Kulturelles Engagement im ländlichen Raum verdient besondere Aufmerksamkeit. Mit viel Leidenschaft, Kreativität und oftmals ehrenamtlichem Engagement entstehen dort musikalische Projekte, die Gemeinschaft stärken und kulturelle Vielfalt lebendig halten.“
– Prof. Lydia Grün, Präsidentin des Deutschen Musikrats
Auch die LAG Märkische Seen gratuliert und freut sich über die nachhaltige Wirkung der eingesetzten Förderung.
Die Preisübergabe
Inzwischen wurde die Auszeichnung in Reichenwalde feierlich übergeben – mit Musik und vielen Gästen, die gemeinsam unter freiem Himmel gefeiert haben.
Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön an alle, die unser Musik- und Kulturleben tragen!
